Madrid im Drift-Fieber: Polen im Mittelpunkt der zweiten Drift Masters Runde

Unter der spanischen Sonne verwandelte sich das Circuito de Madrid Jarama – RACE erneut in eine Bühne für die besten Drifter der Welt. Nur zwei Wochen nach dem Saisonauftakt der Drift Masters 2026 trafen sich 43 Fahrer zur zweiten Runde, um wertvolle Meisterschaftspunkte und die Vorherrschaft in einer der spektakulärsten Motorsportdisziplinen zu kämpfen.

Starker Auftritt der Polen

Bereits im Qualifying zeigte sich, dass polnische Fahrer in Madrid eine entscheidende Rolle spielen würden. Für den Einzug in die TOP32 waren 78,2 Punkte erforderlich – fünf Polen meisterten diese Hürde souverän. Besonders überzeugte Paweł Korpuliński, der zunächst 88,7 Punkte erzielte und anschließend mit 96,2 Punkten eine persönliche Bestleistung aufstellte. Nur James Deane (97 Punkte) war noch stärker, während Mika Keski-Korpi das Podium komplettierte.

Kontrolle und Präzision

Im TOP32-Duell gegen Jarkko Jylhä präsentierte Korpuliński kontrolliertes und reifes Driften. Als Leader setzte er früh das Tempo und baute sich einen Vorsprung auf. Im Gegenzug blieb er dicht am Gegner, übte Druck aus und fuhr fehlerfrei – die Richter entschieden einstimmig zu seinen Gunsten.

Im TOP16 traf er auf Conor Falvey. Nach einem durchwachsenen ersten Lauf und einem Motorschaden konnte der Ire nicht zum zweiten Lauf antreten, wodurch Korpuliński ohne weiteren Kampf in die TOP8 einzog.

Intensives Viertelfinale

Das Viertelfinale gegen Conor Shanahan gehörte zu den spannendsten Duellen des Wochenendes. Korpuliński überzeugte als Leader, doch Shanahan konterte mit hoher Präzision. Im zweiten Lauf blieb der Pole dicht am Gegner, jedoch kostete eine leichte Untersteuerung wichtige Punkte. Die Richter entschieden schließlich zugunsten des Iren – Korpuliński belegte einen starken fünften Platz.

Polnischer Triumph im Finale

In den entscheidenden Läufen wurde es noch intensiver. Im Halbfinale traf Piotr Więcek auf James Deane – ein so ausgeglichenes Duell, dass ein „One More Time“ erforderlich war. Am Ende setzte sich Więcek durch.

Im Finale zeigte der Pole eine beeindruckende Leistung: präzise, konsequent und mit maximaler Kontrolle „klebte“ er förmlich am Fahrzeug von Shanahan. Mit 104 Punkten sicherte er sich den Sieg und verwies den Iren deutlich auf Platz zwei. Mika Keski-Korpi komplettierte das Podium.

Gesamtwertung und Ausblick

Nach zwei Runden führt weiterhin Conor Shanahan (195 Punkte), dicht gefolgt von Piotr Więcek (186 Punkte). James Deane liegt auf Platz drei, während Paweł Korpuliński als Vierter seine Position weiter stärkt.

Der Kampf spitzt sich zu

Die zweite Runde der Drift Masters 2026 hat gezeigt: Das Leistungsniveau steigt stetig, und kleinste Fehler können entscheidend sein. Spektakuläre Zweikämpfe, minimale Punktabstände und steigender Druck machen die Meisterschaft zu einem offenen und hochspannenden Wettbewerb.

Die nächste Runde findet am 13.–14. Juni im Mondello Park in Irland statt. Wenn Madrid ein Vorgeschmack war, dürfen sich Fans auf noch mehr Tempo, noch engere Duelle und noch größere Emotionen freuen.

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